Unsere Themen

Die Angebotspalette von medien+bildung.com ist im vergangenen Jahr noch größer und vielfältiger geworden: 264 Veranstaltungen, über 60 Ganztagsschul-AGs, fast 5.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, 2.600 Unterrichtstage und über 7.000 durchgeführte Unterrichtseinheiten. Unser Angebot orientiert sich schon in der Programmplanung an inhaltlichen Schwerpunktthemen, die wir jährlich festsetzen. Wir greifen damit gesellschaftliche oder medienpädagogische Erfordernisse auf und versuchen diese in übertragbare Bildungskonzepte münden zu lassen. 2010 lauteten die Schwerpunktthemen
„Digitale Innovation“, „Jugendmedienschutz“ und „Medienkunst / ästhetische
Bildung“.

- Digitale Innovation, weil wir neue Entwicklungen im schnelllebigen Technologiegeschehen auf ihre Bildungstauglichkeit hin überprüfen wollen. Hierzu haben wir mit Handys und „Augmented Reality“ experimentiert, Wiki-Anwendungen in den Projekten "Ludwikishafen" und „Gerpedia“ erprobt und mit dem Handy „Europa“ im Unterricht erkundet. Aber auch die Webradio-Plattform „edura.fm“ oder Unterrichtseinheiten mit Whiteboard und Handy gehören in dieses weite Themenspektrum.

- Jugendmedienschutz, weil die Problematik der Datensicherheit im Netz, der unbedachte Umgang mit persönlichen Daten von Seiten der Jugendlichen und die Sorgen von Pädagogen/innen und Eltern einen großen Beratungs- und Informationsbedarf hervorrufen. Unser Projekt „check-the-web“, in Berlin ausgezeichnet, gibt hier genauso Hilfestellung wie die Fachtagung „MyClip – Jugendmedienschutz im Unterricht“.

Medienkunst / ästhetische Bildung, weil wir der Meinung sind, dass dem vorwiegend technischen und kognitiven Umgang mit Medien die fehlende sinnliche Komponente dringend hinzugefügt werden muss, wenn wir junge Menschen faszinieren und ansprechen wollen. Herausragendes Projektbeispiel in diesem Bereich sind die jährlichen Oster- und Herbstferien-Kooperationen (z. B. „Im Wilden Westen“) mit dem Pfalztheater in Kaiserslautern.

2011 verfolgen wir diese drei Themen weiter und haben die Palette ergänzt durch den Fokus „Übergänge gestalten“. Die bildungspolitisch so wichtigen Schnittstellen zwischen Kita und Grundschule bzw. weiterführender Schule und dann später zwischen Schule und Ausbildung lassen sich hervorragend mit Medieneinsatz
bearbeiten und gestalten. Dazu leisten u. a. die Schülerpraktika, Redaktionsgruppen und Workshops im Haus der Medienbildung einen wichtigen Beitrag.

Katja Friedrich

Geschäftsführerin